Stories

Megaphon: “Lachen gegen die Angst”

In der Dezemberausgabe des Grazer Straßenmagazins Megaphon habe ich über Politik und Humor geschrieben:

Lachen gegen die Angst

Nichts fürchten die Mächtigen mehr als Menschen, die Spaß haben

Immer wenn die Häuptlinge des nordamerikanischen Volkes der Hopi hoch zu Ross ihre Macht demonstrierten, zäumten die Chühü’wimkya ihre Pferde von hinten auf. Die „Gegenteilmenschen“, wie diese Clowns bei den Hopi hießen, provozierten dann lärmend und obszön gestikulierend Gelächter und stahlen ihren Führern die Show. Und wenn der mächtige Schamane das Volk mit Magie und Zauberei beeindruckte, wurde er von den Gegenteilern so patschert imitiert, dass alle lachend seine Tricks durchschauten. (mehr…)



Moment: Migration ist die effizienteste Entwicklungshilfe

Hoppla, der Süden leistet Entwicklungshilfe an den Norden? Erfolgsbuchautor Klaus Werner über die Schattenseiten der Konzernpolitik, unsichtbare Geldströme und den Schmäh mit der Corporate Social Responsibility.

Maria Sterkl hat mich für die Menschenrechtsgazette Moment von SOS Mitmensch zum Thema Wirtschaftsflucht interviewt. Das komplette Magazin steht hier zum Download bereit. (mehr…)



Profil: “Erz-Rivalen”

Rohstoffhändler aus Österreich und Deutschland kämpfen um ein Bergwerk im Kongo – mit allen Mitteln. (mehr…)



Momente: “Fluchtkapital”

Stellen Sie sich vor, Ihr Nachbar würde unter dem Vorwand, die Blumen zu gießen, Ihre Wohnung leer räumen und alles was Sie besitzen zu sich schaffen. Würden Sie in Ihrer leeren Wohnung bleiben und hungern, während in der Nebenwohnung rauschende Feste gefeiert werden – mit Ihren Vorräten? (mehr…)



Megaphon: “Nachrichten, Sommer 04″

Im Juli 2004 verkündet die rot-grüne Regierung in Deutschland massive Einschnitte bei der sozialen Absicherung von Erwerbslosen. Diskutiert werden sogar Hausdurchsuchungen bei den Betroffenen: In wessen Kästchen (oder dem des Partners/der Partnerin) dann mehr als 200 Euro je vollendetem Lebensjahr gefunden werden, dem oder der soll die Sozialhilfe gestrichen werden. Nach offiziellen Berechnungen werden eine halbe Million Menschen gar keine Unterstützung mehr bekommen. (mehr…)



Megaphon: “Vereinsmeierei”

Der Österreicher (über die Österreicherin sind keine Statistiken bekannt) ist ja angeblich besonders gern Mitglied. Freiwillige Feuerwehr, Sängerbund, Sparverein, Autofahrerklub, Verband der Meerschweinchenzüchter. (mehr…)



Megaphon: “Mein Exwohnzimmer”

In mein Wohnzimmer kommen keine Schwarzen mehr rein. Weil sie sich schlecht benehmen. Sagt der Türsteher. Und deshalb wehrt er seit neuestem Afrikaner höflich, aber bestimmt ab: “Privat.” (mehr…)



Megaphon: “Geben und Nehmen”

“Hätten sie vielleicht a paar Cent?” fragt die junge Frau in Wien mit der auffälligen Frisur. “Host an Schülling für mi?” formuliert es ein Herr mit fuseldurchtränktem Bart in Graz, dem offenbar die neue Zeit davongelaufen ist. (mehr…)



Megaphon: “Momente”

Dona Tereza ist 67 Jahre alt. Ihr Großvater wurde als Sklave eines Großgrundbesitzers geboren. 1888 wurde in Brasilien die Sklaverei abgeschafft. Danach arbeitete Terezas Großvater für den selben Herrn - für einen Hungerlohn. So wie ihr Vater. Und so wie Dona Tereza selbst - nur dass irgendwann der Hungerlohn nicht mehr zum Hungern reichte. Seit Jahren lebt Dona Tereza in einem Zelt aus schwarzen Plastikplanen. (mehr…)



Megaphon: “Dudu, Lulu und die Polizei”

Die Via Ápia ist die einzige befahrbare Straße hier. Von ihr führen schattige Gässchen und steile Stiegen ins Innere eines organischen Gewebes aus Beton und Ziegelsteinen. Ein Haus wächst aus dem anderen, und alle wachsen sie den Berg hinauf, legen sich wie Flechten an den Felsen. Das ist keine Stadt, das ist ein Lebewesen, und es ist die größte Favela Lateinamerikas: Rocinha. (mehr…)