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	<title>Kommentare zu: Blackface und der Untergang der abendländischen Kultur</title>
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	<description>Autor &#38; Actor, Kultursprecher der Grünen Wien</description>
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		<title>Von: Manuel Simmer</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3398</link>
		<dc:creator>Manuel Simmer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2014 15:42:43 +0000</pubDate>
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		<description>Mit der Verlinkung tun Sie der eigenen Sache nichts Gutes. Simon Inou führt sicher viele richtige Punkte an, aber wenn er schreibt, dass Genet bis zu seinem Tod auf schwarzen Schauspielern bestanden hätte, zeigt er grobe Unkenntnis der Werkgeschichte - für Peter Steins Schaubühnen-Inszenierung hat er weiße Schauspieler dezidiert &quot;erlaubt&quot; und das Stück sogar umgearbeitet ... Wenn man über ein Werk spricht, muss man auch seine Geschichte kennen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Verlinkung tun Sie der eigenen Sache nichts Gutes. Simon Inou führt sicher viele richtige Punkte an, aber wenn er schreibt, dass Genet bis zu seinem Tod auf schwarzen Schauspielern bestanden hätte, zeigt er grobe Unkenntnis der Werkgeschichte &#8211; für Peter Steins Schaubühnen-Inszenierung hat er weiße Schauspieler dezidiert &#8220;erlaubt&#8221; und das Stück sogar umgearbeitet &#8230; Wenn man über ein Werk spricht, muss man auch seine Geschichte kennen&#8230;</p>
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		<title>Von: Klaus Werner-Lobo</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3397</link>
		<dc:creator>Klaus Werner-Lobo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2014 14:56:25 +0000</pubDate>
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		<description>Simon Inou: Warum kein Blackface?
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/616393_Warum-kein-Blackface.html

Wer hat Angst vor selbstbewussten Schwarzen?
http://www.m-media.or.at/meinung/kommentar/blackface-in-osterreich-wer-hat-angst-vor-selbstbewussten-schwarzen/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Simon Inou: Warum kein Blackface?<br />
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<p>Wer hat Angst vor selbstbewussten Schwarzen?<br />
<a href="http://www.m-media.or.at/meinung/kommentar/blackface-in-osterreich-wer-hat-angst-vor-selbstbewussten-schwarzen/" rel="nofollow" onclick="urchinTracker('/outgoing/www.m-media.or.at/meinung/kommentar/blackface-in-osterreich-wer-hat-angst-vor-selbstbewussten-schwarzen/?referer=https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/');">http://www.m-media.or.at/meinung/kommentar/blackface-in-osterreich-wer-hat-angst-vor-selbstbewussten-schwarzen/</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Adem Karaduman</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3379</link>
		<dc:creator>Adem Karaduman</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 22:21:42 +0000</pubDate>
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		<description>Demokratieverständnis beginnt ganz woanders. 
Sieh ein das Blackface nicht richtig ist. Dann hast du mal ein Schritt in die Demokratie gemacht.

Sonst....no comment!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Demokratieverständnis beginnt ganz woanders.<br />
Sieh ein das Blackface nicht richtig ist. Dann hast du mal ein Schritt in die Demokratie gemacht.</p>
<p>Sonst&#8230;.no comment!</p>
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	<item>
		<title>Von: Adem Karaduman</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3378</link>
		<dc:creator>Adem Karaduman</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 22:16:41 +0000</pubDate>
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		<description>Wie ich schon gesagt habe, der Hr. Max hat auch keine Ahnung! Shame in you Bruno Max!! Das ist wirklich inakzeptabel und es kotzt einem an! Wechsel dein Beruf!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich schon gesagt habe, der Hr. Max hat auch keine Ahnung! Shame in you Bruno Max!! Das ist wirklich inakzeptabel und es kotzt einem an! Wechsel dein Beruf!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Thalhammer</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3372</link>
		<dc:creator>Thomas Thalhammer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 23:09:12 +0000</pubDate>
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		<description>Unsere Überlegungen gehen durchaus in eine ähnliche Richtung. Was ich sagen wollte ist, dass man nur kreativ mit dem Stück umgehen muss. Ganz praktisch; dazu braucht es nicht einmal das viele Theoretisieren, was hier stattfindet. 
Es gibt eine Musicalfassung von &quot;Lend me a Tenor&quot;, die zur Zeit auch in Leipzig zu sehen ist. Dort funktioniert es meine Wissens nach, ohne blackfacing sondern über, durchaus auch klischeebeladene, andere optische Merkmale eines Tenors. 

Meine Kritik bezieht sich eher darauf, altbekanntes einmal zu hinterfragen und nicht immer standardmäßige Theaterelmente zusammenzufügen. 

P.S.: Der &quot;cross-race-effect&quot; ist mir durchaus bekannt. Die Frage ist nur, ob so etwas auf der Bühne innerhalb von &quot;Otello …&quot; thematisiert wird oder es nicht doch einfach nur profan um das Lachen über zwei angemalte Gesichter geht. ich glaube da denken wir einfach zuweit ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Überlegungen gehen durchaus in eine ähnliche Richtung. Was ich sagen wollte ist, dass man nur kreativ mit dem Stück umgehen muss. Ganz praktisch; dazu braucht es nicht einmal das viele Theoretisieren, was hier stattfindet.<br />
Es gibt eine Musicalfassung von &#8220;Lend me a Tenor&#8221;, die zur Zeit auch in Leipzig zu sehen ist. Dort funktioniert es meine Wissens nach, ohne blackfacing sondern über, durchaus auch klischeebeladene, andere optische Merkmale eines Tenors. </p>
<p>Meine Kritik bezieht sich eher darauf, altbekanntes einmal zu hinterfragen und nicht immer standardmäßige Theaterelmente zusammenzufügen. </p>
<p>P.S.: Der &#8220;cross-race-effect&#8221; ist mir durchaus bekannt. Die Frage ist nur, ob so etwas auf der Bühne innerhalb von &#8220;Otello …&#8221; thematisiert wird oder es nicht doch einfach nur profan um das Lachen über zwei angemalte Gesichter geht. ich glaube da denken wir einfach zuweit &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim Losehand</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3371</link>
		<dc:creator>Joachim Losehand</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 22:28:30 +0000</pubDate>
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		<description>Nachtrag: Wer sich für das Forschungsgebiet “zwei Schwarze/Weiße/Asiaten nebeneinander sind nicht zu unterscheiden” interessiert, findet internationales wissenschaftliches Material unter den Stichworten &quot;Cross-Race-Effect&quot;, bzw. &quot;Cross-Race-Bias&quot;, &quot;Other-Race-Bias&quot; oder &quot;Cross-Race-Identification-Bias&quot;. Und es soll jeder selbst einschätzen, in wieweit diese Phänomen unter &quot;unreflektierter Rassismus&quot; einer &quot;rein weiße[n] Sichtweise&quot; fällt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag: Wer sich für das Forschungsgebiet “zwei Schwarze/Weiße/Asiaten nebeneinander sind nicht zu unterscheiden” interessiert, findet internationales wissenschaftliches Material unter den Stichworten &#8220;Cross-Race-Effect&#8221;, bzw. &#8220;Cross-Race-Bias&#8221;, &#8220;Other-Race-Bias&#8221; oder &#8220;Cross-Race-Identification-Bias&#8221;. Und es soll jeder selbst einschätzen, in wieweit diese Phänomen unter &#8220;unreflektierter Rassismus&#8221; einer &#8220;rein weiße[n] Sichtweise&#8221; fällt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim Losehand</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3369</link>
		<dc:creator>Joachim Losehand</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 22:09:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://klauswerner.com/?p=2011#comment-3369</guid>
		<description>Ich lasse mich - als rein rezipierender Theaterbesucher - gerne eines Besseren belehren, jedoch habe ich die Kernaussage von &quot;Lend Me A Tenor&quot; immer dahingehend verstanden, daß ab einem bestimmten Stadium der Berühmtheit eines Stars nicht mehr die Leistung, sondern allein der Name des Stars zählen.

Das heißt für mich, das Stück &quot;funktioniert&quot; ohne Abstriche, auch wenn es nicht Verdis Oper &quot;Otello&quot; ist, deren Premiere auf dem Spiel steht, sondern irgendein anderes beliebiges box-office-sensation-Musiktheater, bei dem die Hauptperson aufgrund von Maskierung und Kostüm nicht vom Publikum erkannt wird, sondern es selbstverständlich annimmt, daß der angekündigte Star auch tatsächlich singt.

Insofern halte ich die Verkleidung oder die Hauptrolle der Oper nicht für wesentlich und damit auch die &quot;Grundannahme&quot; für falsch, daß die Botschaft des Stückes ist, daß implizit davon auszugehen sei, daß &quot;zwei Schwarze nebeneinander nicht zu unterscheiden sind&quot;, denn - zwei Weiße oder überhaupt zwei Menschen auf der Bühne sind es in Maske und Verkleidung ja auch nicht. 

(Allerdings muß ich aus eigener Erfahrung auch anmerken - und das ist *nicht* relativierend gemeint - daß weiße Europäer oder Nordamerikaner beispielsweise für Chinesen prima vista auch alle ziemlich gleich aussehen und wir großnasigen Ausländer unter &quot;Chinesen&quot; ja auch meistens nur die Han-Chinesen verstehen, die wir von den über 50 weiteren Völkern Chinas nicht visuell unterscheiden können, mit Ausnahme vielleicht der Mongolen im Norden und der Tibeter im Süd-Westen. Das Phänomen ist durchaus wissenschaftliches Forschungsgebiet in den USA, mit dem afaik Zwischenergebnis, daß Menschen allgemein jeweils die Angehörigen der eigenen sozialen Gruppe differenzierter wahrnehmen, als die anderer, &quot;fremder&quot; oder fernstehender Gruppen.)

Dieser ganzen hier diskutierten Problematik ließe sich natürlich leicht abhelfen, indem man das Stück unter &quot;Tenor gesucht!&quot; oder &quot;Sopran gesucht&quot; adaptiert und die im Deutschen titelgebende Oper gegen eine andere - ebenso dramatisch nötig zugkräftige auswechselt. Was ohne Einwilligung der Rechteinhaber (Ken Ludwig) des Originalstücks natürlich nicht geht. Also leider doch nicht: &quot;leicht&quot;.

Allerdings, wenn ich mir den großen Erfolg des Stückes in Ländern mit einem weitaus größeren Anteil an Schwarzen (USA, GB) seit seiner Premiere 1989 und dessen dokumentierte kritische Rezeption und durchgängige &quot;blackface&quot;-Aufführungspraxis bspw. in den USA bis heute anschaue, frage ich mich doch, ob wir hier in Wien nicht gerade eine am Kern vorbeigehende Stellvertreter-Debatte führen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lasse mich &#8211; als rein rezipierender Theaterbesucher &#8211; gerne eines Besseren belehren, jedoch habe ich die Kernaussage von &#8220;Lend Me A Tenor&#8221; immer dahingehend verstanden, daß ab einem bestimmten Stadium der Berühmtheit eines Stars nicht mehr die Leistung, sondern allein der Name des Stars zählen.</p>
<p>Das heißt für mich, das Stück &#8220;funktioniert&#8221; ohne Abstriche, auch wenn es nicht Verdis Oper &#8220;Otello&#8221; ist, deren Premiere auf dem Spiel steht, sondern irgendein anderes beliebiges box-office-sensation-Musiktheater, bei dem die Hauptperson aufgrund von Maskierung und Kostüm nicht vom Publikum erkannt wird, sondern es selbstverständlich annimmt, daß der angekündigte Star auch tatsächlich singt.</p>
<p>Insofern halte ich die Verkleidung oder die Hauptrolle der Oper nicht für wesentlich und damit auch die &#8220;Grundannahme&#8221; für falsch, daß die Botschaft des Stückes ist, daß implizit davon auszugehen sei, daß &#8220;zwei Schwarze nebeneinander nicht zu unterscheiden sind&#8221;, denn &#8211; zwei Weiße oder überhaupt zwei Menschen auf der Bühne sind es in Maske und Verkleidung ja auch nicht. </p>
<p>(Allerdings muß ich aus eigener Erfahrung auch anmerken &#8211; und das ist *nicht* relativierend gemeint &#8211; daß weiße Europäer oder Nordamerikaner beispielsweise für Chinesen prima vista auch alle ziemlich gleich aussehen und wir großnasigen Ausländer unter &#8220;Chinesen&#8221; ja auch meistens nur die Han-Chinesen verstehen, die wir von den über 50 weiteren Völkern Chinas nicht visuell unterscheiden können, mit Ausnahme vielleicht der Mongolen im Norden und der Tibeter im Süd-Westen. Das Phänomen ist durchaus wissenschaftliches Forschungsgebiet in den USA, mit dem afaik Zwischenergebnis, daß Menschen allgemein jeweils die Angehörigen der eigenen sozialen Gruppe differenzierter wahrnehmen, als die anderer, &#8220;fremder&#8221; oder fernstehender Gruppen.)</p>
<p>Dieser ganzen hier diskutierten Problematik ließe sich natürlich leicht abhelfen, indem man das Stück unter &#8220;Tenor gesucht!&#8221; oder &#8220;Sopran gesucht&#8221; adaptiert und die im Deutschen titelgebende Oper gegen eine andere &#8211; ebenso dramatisch nötig zugkräftige auswechselt. Was ohne Einwilligung der Rechteinhaber (Ken Ludwig) des Originalstücks natürlich nicht geht. Also leider doch nicht: &#8220;leicht&#8221;.</p>
<p>Allerdings, wenn ich mir den großen Erfolg des Stückes in Ländern mit einem weitaus größeren Anteil an Schwarzen (USA, GB) seit seiner Premiere 1989 und dessen dokumentierte kritische Rezeption und durchgängige &#8220;blackface&#8221;-Aufführungspraxis bspw. in den USA bis heute anschaue, frage ich mich doch, ob wir hier in Wien nicht gerade eine am Kern vorbeigehende Stellvertreter-Debatte führen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Thalhammer</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3368</link>
		<dc:creator>Thomas Thalhammer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 20:11:17 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube die Diskussion setzt am falschen Punkt an, wenn man sie auf &quot;Otello darf nicht platzen&quot; bezieht. Denn gerade bei diesem Stück ist das blackfacing nur eines der Probleme und meiner Meinung nach das geringere. Vielmehr liegt im Stück selbst schon ein unreflektierter Rassismus, da es davon ausgeht, dass zwei Schwarze nebeneinander nicht zu unterscheiden sind, egal ob geschminkt und ironisch gemeint. Dies geht auf eine rein weiße Sichtweise zurück. Da ist es auch egal, ob es &quot;eigentlich&quot; nur um Opernsänger und eine Parodie auf sie geht oder nicht. Die Grundannahme bleibt eine rassistische. 
Das zu hinterfragen wäre eigentlich auch die Aufgabe von Kunst. Man kann kreativ da ran gehen und das ganze brechen. Oder man kann es unreflektiert auf die Bühne setzten und Gewohnheiten weiter pflegen. 

Warum sich Theaterschaffende (und ich nehme mich da nicht ganz aus) gerade wenn es um den Theaterinternen Rassismus der sich in den letzten hundert Jahren eingeschlichen hat, mit allem möglichen wehren, verstehe ich nicht. Rund 20% der Absolventen von staatlichen Schauspielschulen haben einen Migrationshintergrund, trotzdem sieht man sie kaum auf der Bühne (oder nur in klischeebeladenen Rollen). Wenn man dann noch die ganze blackfacing Debatte dazurechnet, kann man nicht einfach die Augen verschließen. 
Gerade auch mit so einer leichtfüßigen Komödie wie &quot;Otello darf nicht platzen&quot; könnte man da einen Beitrag leisten. Das Stück gegen den Kamm kehren und gewisse Strukturen entlarven. Kreativität und vor allem Sensibilität ist auch hier das Stichwort. Vielleicht passiert dies auch einmal. Ich lasse mich gerne überraschen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube die Diskussion setzt am falschen Punkt an, wenn man sie auf &#8220;Otello darf nicht platzen&#8221; bezieht. Denn gerade bei diesem Stück ist das blackfacing nur eines der Probleme und meiner Meinung nach das geringere. Vielmehr liegt im Stück selbst schon ein unreflektierter Rassismus, da es davon ausgeht, dass zwei Schwarze nebeneinander nicht zu unterscheiden sind, egal ob geschminkt und ironisch gemeint. Dies geht auf eine rein weiße Sichtweise zurück. Da ist es auch egal, ob es &#8220;eigentlich&#8221; nur um Opernsänger und eine Parodie auf sie geht oder nicht. Die Grundannahme bleibt eine rassistische.<br />
Das zu hinterfragen wäre eigentlich auch die Aufgabe von Kunst. Man kann kreativ da ran gehen und das ganze brechen. Oder man kann es unreflektiert auf die Bühne setzten und Gewohnheiten weiter pflegen. </p>
<p>Warum sich Theaterschaffende (und ich nehme mich da nicht ganz aus) gerade wenn es um den Theaterinternen Rassismus der sich in den letzten hundert Jahren eingeschlichen hat, mit allem möglichen wehren, verstehe ich nicht. Rund 20% der Absolventen von staatlichen Schauspielschulen haben einen Migrationshintergrund, trotzdem sieht man sie kaum auf der Bühne (oder nur in klischeebeladenen Rollen). Wenn man dann noch die ganze blackfacing Debatte dazurechnet, kann man nicht einfach die Augen verschließen.<br />
Gerade auch mit so einer leichtfüßigen Komödie wie &#8220;Otello darf nicht platzen&#8221; könnte man da einen Beitrag leisten. Das Stück gegen den Kamm kehren und gewisse Strukturen entlarven. Kreativität und vor allem Sensibilität ist auch hier das Stichwort. Vielleicht passiert dies auch einmal. Ich lasse mich gerne überraschen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manuel Simmer</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3367</link>
		<dc:creator>Manuel Simmer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 12:59:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://klauswerner.com/?p=2011#comment-3367</guid>
		<description>Ah, okay - also keine Auseinandersetzung sondern &quot;Fresse zu und akzeptieren&quot; - na ja, ein tolles Demokratieverständnis! 

Und: &quot;Manuel Simmer, ich verspreche dir (wenn dir das hilft), dass ich dich nur kurz sehe, dann spiele ich dir sowas vor (damit du dich in die Lage versetzen kannst) und glaub mir, du würdest dich sehr diskriminiert fühlen.&quot;
-&gt; Ja, was spricht da dagegen? Glaubst du, ich bin mir im Theater noch nie diskriminiert vorgekommen, ich habe noch nie Texte, Bilder, Szenen erlebt, gegen die ich aufbegehren wollte? Aber das ist Theater, es stellt eine Welt dar - und sorry, die ist nicht immer gut!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ah, okay &#8211; also keine Auseinandersetzung sondern &#8220;Fresse zu und akzeptieren&#8221; &#8211; na ja, ein tolles Demokratieverständnis! </p>
<p>Und: &#8220;Manuel Simmer, ich verspreche dir (wenn dir das hilft), dass ich dich nur kurz sehe, dann spiele ich dir sowas vor (damit du dich in die Lage versetzen kannst) und glaub mir, du würdest dich sehr diskriminiert fühlen.&#8221;<br />
-&gt; Ja, was spricht da dagegen? Glaubst du, ich bin mir im Theater noch nie diskriminiert vorgekommen, ich habe noch nie Texte, Bilder, Szenen erlebt, gegen die ich aufbegehren wollte? Aber das ist Theater, es stellt eine Welt dar &#8211; und sorry, die ist nicht immer gut!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Adem Karaduman</title>
		<link>https://klauswerner.com/2014/03/05/blackface-und-der-untergang-der-abendlandischen-kultur/#comment-3366</link>
		<dc:creator>Adem Karaduman</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2014 11:23:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://klauswerner.com/?p=2011#comment-3366</guid>
		<description>Manuel Simmer,

Faszinierend, wie man ein Thema so drehen und wenden kann so wie man es braucht, wenn man die rassistische Diskriminierung nicht eingestehen Möhre oder? Bin begeistert von deiner Intelligenz! Glaubst das ich als Schauspieler nicht weiß was ich wie spiele!? Deshalb halte ich hier eine klugscheißerei für äußerst unnötig! Wenn Brunos, Manuels, Georgs, Marikas u.ä. das nicht verstehen möchten, habe ich eindeutig keine Toleranz und kein Verständnis für solche Meinungen. Manuel Simmer, ich verspreche dir (wenn dir das hilft), dass ich dich nur kurz sehe, dann spiele ich dir sowas vor (damit du dich in die Lage versetzen kannst) und glaub mir, du würdest dich sehr diskriminiert fühlen. Also versuch mir hier bitte nicht mit deiner wanna be Kompetenz was zu unterstellen, und akzeptier nur das dies aus der Kolonialzeit kommt und NICHT OK ist!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Manuel Simmer,</p>
<p>Faszinierend, wie man ein Thema so drehen und wenden kann so wie man es braucht, wenn man die rassistische Diskriminierung nicht eingestehen Möhre oder? Bin begeistert von deiner Intelligenz! Glaubst das ich als Schauspieler nicht weiß was ich wie spiele!? Deshalb halte ich hier eine klugscheißerei für äußerst unnötig! Wenn Brunos, Manuels, Georgs, Marikas u.ä. das nicht verstehen möchten, habe ich eindeutig keine Toleranz und kein Verständnis für solche Meinungen. Manuel Simmer, ich verspreche dir (wenn dir das hilft), dass ich dich nur kurz sehe, dann spiele ich dir sowas vor (damit du dich in die Lage versetzen kannst) und glaub mir, du würdest dich sehr diskriminiert fühlen. Also versuch mir hier bitte nicht mit deiner wanna be Kompetenz was zu unterstellen, und akzeptier nur das dies aus der Kolonialzeit kommt und NICHT OK ist!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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