Präsentationsshow “Uns gehört die Welt!”
Luisa hat die Berliner Präsentation von Uns gehört die Welt! gefilmt, gestern hab ich das Video geschnitten. Voilá das Ergebnis:
Luisa hat die Berliner Präsentation von Uns gehört die Welt! gefilmt, gestern hab ich das Video geschnitten. Voilá das Ergebnis:
Markus Wailand und Alexandra Schneider von pooldoks haben ein kurzes Video über Uns gehört die Welt! gedreht, das ab sofort auf youtube zur Verfügung steht. Bitte weiterverbreiten! (Der Soundtrack ist übrigens noch nicht die Letztfassung, ich schlage mich gerade mit Urheberrechtsfragen für einen anderen Track rum).
Am kommenden Dienstag pünktlich um 19h wird Uns gehört die Welt! in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Und zwar im großen Saal des AK-Bildungszentrums (4., Theresianumgasse 16-18).
Das wird keine klassische Buchpräsentation, das wird ein Spektakel. AK-Vizepräsidentin Dwora Stein begrüßt, dann gibt’s das brandneue Kurzvideo von pooldoks über das Buch, im Anschluss liefere ich meine Vortragsshow und dann moderiert Corinna Milborn eine Publikumsdiskussion. Zu guter Letzt laden Fairtrade und Hanser zu fairen Säften, Kaffee und Wein.
Seit einer Woche ist mein neues Buch Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis im Handel. Hier die ersten Reaktionen:
“‘Uns gehört die Welt!’ als Pflichtlektüre für junge Menschen in den Schulen einzuführen, könnte eine Revolution herbeiführen. Machen Sie den ersten Schritt und lesen Sie dieses Buch nicht nur selbst, sondern empfehlen es jungen Menschen weiter” Sanddammeer
“Gut recherchiert, verständlich geschrieben, dazu kommen als Service viele Links und Aktionstipps.” Greenpeace-Magazin
“Seinen jungen Lesern gibt Werner eine reiche Palette an Handlungsanleitungen mit” Austria Presse Agentur
“Das Buch ist sehr klug und nützlich. Vielen Dank!” Jean Ziegler
Offiziell erscheint es erst am Samstag. Doch bei folgenden Online-Händlern habe ich mein neues Buch heute erstmals als “lieferbar” gefunden: Amazon, Elimbo, buecher.de und buchhandel.de. Und natürlich direkt beim Hanser-Verlag.
Oft geht es einem ja so: Wenn man draufkommt, dass das eigene Buch auf Russisch mit kultverdächtigem Cover erschienen ist und man gerade überlegt, wo man sich das als Poster hinhängen könnte, bemerkt man, dass es auch schon längst eine koreanische und eine rumänische Übersetzung gibt. Da waren’s also zehn:
Nach Holländisch, Spanisch, Ungarisch, Türkisch, Schwedisch, Bulgarisch und Japanisch ist das Schwarzbuch Markenfirmen offenbar bereits vor mehr als einem Jahr auch auf Russisch erschienen.
Selber hab ich weder eine offizielle Nachricht davon noch ein Belegexemplar gekriegt (man muss ja als Autor nicht alles wissen), aber ich bin heute zufällig auf diesen Wikipedia-Eintrag und die Homepage dieses Verlages gestoßen.
Falls jemand russisch kann und mir übersetzen könnte was in etwa auf den beiden Seiten steht wäre ich sehr dankbar!
Das Cover ist ja zumindest sehr strange.
NS-Soldaten mit Dollarzeichen auf den Helmen??? Und in welchem Kontext steht das zum Buch??? Und das Kleingedruckte? Und was sagt Putin dazu? Brennende Fragen…
Im September erscheint mein neues Buch “Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis” im Hanser-Verlag. Ab sofort ist die dazugehörige Online-Plattform unsdiewelt.com mit zahlreichen Features und Vernetzungsmöglichkeiten online. Hab ich selbst gemacht (und in letzter Zeit wenig geschlafen). Lob, Kritik und Anregungen sind sehr willkommen!
Multinationale Konzerne und deren Shareholder betrachten die Welt als Ware, mit der man Profite machen kann. Menschenrechte, Demokratie und Umwelt bleiben dabei auf der Strecke. “Uns gehört die Welt!” erklärt die Zusammenhänge zwischen globaler Wirtschaftspolitik, Armut, Krieg, Kinderarbeit, Migration, Umweltzerstörung und unserem Alltag. Es ist aus Diskussionen über das Schwarzbuch Markenfirmen entstanden und soll junge und erwachsene Menschen ermutigen, sich gegen Ausbeutung, Diskriminierung und Konsumterror zur Wehr zu setzen. Jugendliche sind nicht per se politikverdrossen, konsumgeil und markentreu, sie werden dazu gemacht. Gegen die Macht der Multis hilft vor allem Selbstvertrauen, Information, solidarisches Handeln und Zivilcourage. Das ist unsere Welt, wir lassen uns nicht verkaufen! Und schon gar nicht lassen wir uns für dumm verkaufen!
Ich such mir meine FreundInnen ja nicht danach aus, dass sie gute Bücher schreiben. Einige von ihnen tun es aber trotzdem. Und zwar sogar ganz hervorragende.
Christian Felber hat soeben sein opus magnum veröffentlicht, in dem er nichts weniger als ein neues Wirtschaftssystem jenseits von Kommunismus und Kapitalismus ausrufen möchte. Sein Ziel: Dass in der Wirtschaft dieselben humanen Werte gelten mögen wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Das ist nicht alles neu und findet sich zum Beispiel bereits in anarchistischen Theorien, auch wenn diese im Buch (warum eigentlich nicht?) keine Erwähnung finden.
Minutiös und mit einer fast unpackbaren Fülle an Beispielen und Zitaten belegt Christian, dass der Kapitalismus seine eigenen Versprechen wie Freiheit und Wohlstand nicht einlöst und dass seine Grundpfeiler wie Wettbewerb und Gewinnstreben konsequenterweise menschliches Leid und die Zerstörung des Planeten verursachen. Stattdessen fordert der Autor politische und gesetzliche Rahmenbedingungen, die das Gemeinwohl anstelle des Profitdenkens als oberstes Ziel des Wirtschaftens (”Werte schaffens”) setzen sollen.
Das Buch ist schon wegen seiner überaus klaren Argumentation lesenswert, und ebenso weil es dankenswerterweise auch “soziale Marktwirtschaft” und “Corporate Social Responsibility” als contradictio in adjectu entlarvt, weil soziale Ziele mit Profitorientierung nicht vereinbar sind. Keine Antwort wird man auf die Frage finden, auf welche Weise das herrschende System das Feld räumen soll, um den Vorschlägen des Autors Platz zu machen. Gutes Zureden allein wird wohl nicht reichen.
Christian Felber: Neue Werte für die Wirtschaft. Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus.
Corinna Milborn hat in Nigeria und Europa recherchiert, wie zehntausende junge Frauen aus ihrer Heimat verschleppt und bei uns in die Prostitution gezwungen werden: Mithilfe falscher Versprechungen, Drohungen und Voodoo-Zauber werden Nigerianerinnen aus der Region Benin City in fast schon industriellem Ausmaß auf die beschwerliche Reise nach Mitteleuropa geschickt und müssen hier für 20-30 Euro ihren Körper feilbieten, bis sie ihre angeblichen “Schulden” von 45.000 bis 60.000 Euro an ihre Zuhälterinnen, die sogenannten “Madames”, abbezahlt haben.
Jeder dritte Mann, schätzt die deutsche Hurengewerkschaft Hydra, nimmt regelmäßig die Dienste von Sexarbeiterinnen in Anspruch. Allein in Wien besuchen täglich 15.000 Freier Prostituierte. Doch auch der Staat ignoriert das Problem des Menschenhandels - die rassistischen Fremdengesetze fördern ihn sogar: Asylwerberinnen dürfen hier zwar keine normalen Jobs machen - aber legal als Prostituierte arbeiten. Während des Asylverfahrens können die Frauen also ausgebeutet werden, ohne Verfolgung durch die Behörden zu fürchten. Nach drei bis vier Jahren werden sie dann abgeschoben. “Die Menschenhändler importieren die Ware. Der Staat schiebt sie wieder ab, wenn sie ausgelaugt ist.” (siehe auch den Artikel Business mit der “Ware Frau” im heutigen Standard).
Kreutzer/Milborn: Ware Frau. Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa.