Jetzt alle zusammen: Fuck Na C. Strache!
24. Januar 2010 | Von Klaus Werner-Lobo | Kategorie: WeltnachrichtenJa, es ist Hardcore, was ein 15jähriger da über den Führer der Rechten gedichtet hat. Und viele mögen sich über die Gewaltanspielungen alterieren. Aber dieser Protestsong ist nicht nur ein erstaunliches Zeichen jugendlichen (Über-)Muts, sondern auch die auf hohem künstlerischen Niveau artikulierte Wut über die destruktrive Kraft der rassistischen Rechten.
Und Kunst darf, soll, muss verdichten und überzeichnen. Auf Bühnen fließt Bühnenblut, schon Shakespeares Helden ließen die Schwerter klirren und auch ich richte bei meinen Shows den Revolver aufs Publikum (siehe Bild unten bzw. auf diesem Videoporträt), um gewaltsame Machtverhältnisse zu thematisieren.
“N steht für Nazi, der total spinnt. A für den Abschaum, der Sie sind. C steht für Clown. Sie sind eine Strafe. Jetzt alle zusammen: ‘Fuck Na C.-Strache’” Big DnC aka Mr. Big
Und für alle, denen man Bilder erklären muss: Das ist kein Aufruf zur physischen Gewaltanwendung. Sondern eine künstlerische Reflexion über bereits bestehende und drohende Gewaltverhältnisse. Und ich bin sehr froh und voller Bewunderung, dass das endlich mal wer - noch dazu ein Jugendlicher - so wahrnimmt.





Auch ich bin begeistert von diesem Song. Man spürt die Wut, man fühlt sich froh, dass dieser 15jährige so wortgewaltig artikuliert. Alleine dafür gebührt ihm schon sehr, sehr großes Lob.
Dass das Video keine Aufforderung zur Gewaltanwendung ist, versteht sich von selbst. Aber trotzdem finde ich, dass vor allem das Herumfuchteln mit dem Messer nicht wirklich nötig gewesen wäre, und dem Ganzen somit einen unpassenden “Gangsta-Style”.
Aber ich bin froh (vor allem auch aufgrund der FALTER-Titelstory), dass jetzt einmal von der anderen Seite berichtet wird. Nicht nur von der großen Anzahl an Rechtswählern bei den Jugendlichen, sondern auch von solchen Jugendlichen!
klar bringt der bub da was auf den punkt, schreit raus, was viele altersgenossen fühlen. hiphop ist da ein guter puffer. allerdings ist die wahl der künstlerische ästhetik auch eine aussage, ganz abgesehen vom inhalt. man könnte dem strache auch anders eine gewaltige watschen verpassen, ohne diese merkwürdigen gewaltphantasien. damit würde man sich nämlich auf eine höhere stufe stellen als unser aller “lieblings”politiker (zb. ironie). ich bin müde von dieser patriachalen ästhetik. begeistert mich nicht, egal, wie alt oder jung der macher ist. ich glaube, die zukunft liegt ganz woanders.
könnte man, soll man auch. bin ja schon froh wenn der song solche überlegungen provoziert. fangen wir bei uns selber an und tun wir das. nur dann liegt die zukunft woanders.
ist mein post zensuriert worden?
du kannst es so nennen. das hier ist mein wohnzimmer, da steht beim eingang ein unfreundlichkeits-o-meter, wenn das anschlägt wandert der kommentar mit etwas verzögerung in den mist. so ist das bei mir zuhause.
@ fangen wir bei uns selber an und tun wir das: tu ich. zb. kamera bei einer doku über die fpö. dabei quäle ich mich dann zu so mancher hatschi-veranstaltung und es ist nicht leicht, die handkamera ruhig zu halten, wenn einem ständig die kotze hochkommt… ps. aber du hast schon recht. vielleicht sollt ich was kurzes zum wahlkampf machen. einfach einen zusammenschnitt seiner letzten wien-wahl-abschlussrede mit entsprechendem kommentar auf youtube stellen oder so. na-c spricht dann halt für sich selbst. oder gegen sich…
[...] des jungen Rappers Big DnC unbekannt. Erst über einen bemerkenswerten Artikel aus dem Falter und Beiträgen anderer Blogger bin ich auf dieses Werk gestoßen. Vielleicht hat der Junge Mann das Video so [...]