Wenn kapitalfreundliche Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer aktuellen Rezension ein kapitalismuskritisches Machwerk wie das Schwarzbuch Öl nicht ganz so daneben finden, dürfen sie das offenbar nicht allzu deutlich zeigen. Da fehlt dann zum Beispiel die “kulturelle Konfliktdimension”, worin auch immer die bestehen mag. “Als erfahrene und vielgereiste Journalisten haben Thomas Seifert und Klaus Werner zwar einen Blick für diese Konfliktdimension; aber meistens beschränken sie sich auf die Wirtschaft und die Politik.” Was bei einem Sachbuch über Wirtschaft und Politik ja wirklich erstaunlich ist. Immerhin: “Da gibt es auch genug zu berichten.” Auch wenn eine Beschreibung der lustigen Hüte der Ölscheiche sicherlich mehr hergemacht hätte. Aber jetzt falle ich “gerade an dieser Stelle in simpelstes Feinbilddenken (sic!) zurück.”
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